Wie begegnet man dem Strukturwandel?

Bianca Winkelmann äußert sich auf Anfrage des Mindener Tageblattes

Der Strukturwandel macht auch vor dem Kreis Minden-Lübbecke nicht Halt. Das Mindener Tageblatt hat im Rahmen seines Kandidatenchecks zur Landtagswahl auch Bianca Winkelmann gefragt, wie die Landespolitik dem Trend begegnen soll. Die genaue Antwort finden Sie hier.

„Es ist ein Teufelskreis: Wenn junge Menschen etwa aus beruflichen Gründen unseren ländlich geprägten Raum verlassen, hat dies in nicht wenigen Fällen Schließungen von Schulen, Arztpraxen oder Einkaufsmöglichkeiten zur Folge. Das wiederum führt dazu, dass noch mehr Menschen wegziehen. Landespolitik ist in der Verantwortung diesem Trend entgegenzuwirken.

Arbeitsplätze vor Ort

Unerlässlich sind hierbei Arbeitsplätze vor Ort. Nur wo die Menschen Arbeit finden, da leben sie auch. Leider erschwert der von Rot-Grün gegen hunderte von Einwendungen aus der Bevölkerung verabschiedete Landesentwicklungsplan die Ansiedlung und Erweiterung von Gewerbegebieten. Die CDU wird diesen nach einer erfolgreichen Wahl überarbeiten. Denn Landesplanung sollte Entwicklung in einem Land fördern und nicht erschweren.

Zukunft der Dorfschulen sichern

Unerlässlich sind für mich auch Schulen vor Ort. Unsere Kinder haben das Anrecht darauf, Schulen aller Formen in angemessener Zeit zu erreichen. Wenn wir für unsere jüngsten Schüler weiterhin „Kurze Wege für kurze Beine“ garantieren wollen, bedeutet dies, keine Grundschulen mehr zu schließen. Schulverbünde, wie sie das Schulgesetz bereits jetzt vorsieht, sind eine Maßnahme, denn hier bleiben die Türen im Ort geöffnet, solange mindestens 46 Kinder die Schule besuchen. Ich fordere allerdings, dass wir endlich kleinere Klassen zulassen, damit auch kleinere Schulen in Petershagen und Hille dauerhaft erhalten bleiben.

Medizinische Fakultät in OWL

Zum Thema der ärztlichen Versorgung wäre die Einrichtung einer medizinischen Fakultät in Ostwestfalen-Lippe ein weiterer richtiger Schritt, um junge Mediziner in unserer Region zu halten. Dafür setzt sich die CDU in NRW seit langem ein. Leider lehnt die jetzige Landesregierung dies konsequent ab. Darüber hinaus sollte die Zulassung zu einem Medizinstudium erleichtert werden, sobald sich der angehende Mediziner verpflichtet, in unterversorgten Gebieten eine Praxis zu eröffnen.

Mobilität verbessern

Ein weiteres großes Problem, die Mobilität einer älter werdenen Bevölkerung. Am Bürgerbusverein Hille wird deutlich, dass vieles ohne engagierte Ehrenamtliche nicht mehr zu leisten wäre. Auch dieses Thema wird wichtig bleiben, Es gibt also viel zu tun bei uns auf dem Land - packen wir es an!“

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