Reimers und Koors wollen antreten

CDU Rahden stimmt sich auf die Kommunalwahl ein

25.02.2020 | Bianca Winkelmann

Die Kommunalwahl am 13. September wirft ihre Schatten mehr und mehr voraus. Beim CDU-Stadtverband in Rahden ist das nicht anders. Die Christdemokraten um ihre Vorsitzende Bianca Winkelmann trafen sich nun zu einer Stadtverbandsversammlung, um unter anderem diverse Vertreter für Versammlungen höherer Ebenen zu wählen.

Doch vor allem die Kreispolitik stand an diesem Abend im Westfalen-Hof im Mittelpunkt des Interesses. Sven Reimers und Ulrich Koors stellten sich den Anwesenden als Bewerber der CDU Rahden für den Kreistag vor. Entschieden ist das noch nicht, die Nominierung steht noch aus. Zu tun hat das nach Worten der Stadtverbandsvorsitzenden Bianca Winkelmann vor allem mit der nach wie vor unsicheren Rechtslage bei der Einteilung der Stimmbezirke. Maximal 15 Prozent nach oben oder unten dürfe die Zahl der Wahlberechtigten nach einem Urteil des Landesverfassungsgerichts in einem Wahlkreis schwanken. „Es war und ist immer unser Anspruch als CDU, die Ortschaften intakt zu lassen, sodass nicht plötzlich viele an anderen Orten wählen müssen“, stellte der CDU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Guido Peitsmeier, in diesem Zusammenhang klar.

Sven Reimers begründete seine Entscheidung, für den Kreistag zu kandidieren, damit, dass er gerne die Interessen des ländlichen Raums noch stärker in die Kreispolitik bringen möchte. Dem schloss sich auch Ulrich Koors an. „Es geht aber auch darum, Kreispolitik nach Rahden zu holen“, sagte er und betonte, besser vor Ort informieren zu wollen.

Anna Bölling stellt sich vor

Hauptgast an dem Abend war neben dem CDU-Kreisvorsitzenden Dr. Oliver Vogt die CDU-Bewerberin ums Landratsamt, Anna Katharina Bölling. In ihrer Rede stellte sie sich und einzelne ihrer Ziele vor. Einen Fokus legte die Mindenerin dabei auf das Thema Digitalisierung. „Es tut sich was“, sagte sie zum aktuellen Ausbau der Glasfaser über den Minden-Lübbecker Masterplan. „Aber viele haben den Eindruck, dass mit dem neuen Kabel im Boden die Digitalisierung abgeschlossen ist.“ Dem sei jedoch nicht so. „Es hat sich viel verändert und es wird sich noch viel verändern“, so die Landratskandidatin. Als Beispiele nannte sie die Tele-Medizin und auch die Verwaltung als solche. „Warum kann ich bei meiner Versicherung online meine Unterlagen hochladen? Und bei der Verwaltung geht das nicht?“ Die Bürger hätten ein Anrecht auf digitale Angebote.

"Nur gemeinsam stark"

Eine wesentliche Herausforderung sieht sie im Fachkräftemangel. „Nur gemeinsam sind wir stark“, ist Anna Katharina Bölling überzeugt und lobte deshalb etwa die Initiative „Überlandflieger“ oder die gemeinsame Tourismus-Strategie.

„Es hat sich einmal mehr gezeigt“, sagte Bianca Winkelmann nach Böllings Rede, „was wir hier für eine kompetente Kandidatin haben.“ In ihrem Bericht ging die Landtagsabgeordnete Bianca Winkelmann derweil vor allem auf die Situation in Rahden ein. „Es geht vorwärts in unserer Stadt“, sagte sie und nannte als Beispiele die vielen „tollen Projekte“ in den Außenortschaften. „Als CDU war es immer unser Anspruch, freiwillige Mittel in die Hand zu nehmen, um die Menschen in den Dörfern und in der Stadt gleichermaßen zu unterstützen.“