Personalmangel als großes Problem

Bianca Winkelmann besucht Weserland-Klinik Bad Hopfenberg

Es ist ein Ort mit langer Tradition. Schon vor rund 200 Jahren wurde „Bad Hopfenberg“ als Kurort erstmals erwähnt. Die Klinik in Unweite der Weser war nun der passende Ort für Bianca Winkelmann zum Austausch über die Situation der Reha-Kliniken.

Empfangen von Geschäftsführerin Dr. Katharina Nebel, die zudem als Präsidentin des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken e.V. tätig ist, und Chefarzt Dr. Reiner Vogt diskutierten sie nach einem kurzen Gang durch das Gebäude die Probleme der Branche.

Vor allem der Personalmangel mache vielen Rehakliniken zu schaffen. „Der Akutbereich ist im Gegensatz zu uns im Vorteil“, so Dr. Katharina Nebel. Bianca Winkelmann verwies in dem Zusammenhang auch auf Bestrebungen des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, das Problem so schnell wie möglich zu beheben, sowie dessen NRW-Kollegen Karl-Josef Laumann: „Er bringt da Druck auf den Kessel und das ist bitter nötig. Was die Suche nach Pflegekräften betrifft, ist es nämlich nicht kurz vor zwölf, sondern bereits fünf Minuten nach“, so die Christdemokratin.

Geht es um die Klinik Bad Hopfenberg, liegt der Fokus des Hauses inzwischen auch immer mehr auf der Geriatrie. „Auch wenn die Patienten schon etwas älter sind, kann man bei ihnen noch ganz viel erreichen“, erklärte Mediziner Dr. Reiner Vogt. Etwa drei Wochen Verweildauer würden oft schon reichen. „Richtiger Zeitpunkt für einen Reha-Aufenthalt ist der, wenn der Patient einen Antrag auf Pflegestufe stellt“, sagte Dr. Katharina Nebel. Oft verbessere sich dessen Situation danach stark und „jeder Monat, den man hinauszögern kann und den der Patient vielleicht deshalb noch zuhause wohnen kann, ist ein Gewinn“, so Dr. Katharina Nebel. Ihr Wunsch an die Politik lautete deshalb: „Vergesst die Rehakliniken nicht.“ Bianca Winkelmann nahm den Punkt gerne auf und sieht im Bereich der Gesundheitspolitik auch noch viele weitere offene Punkte wie die ärztliche Versorgung in ländlichen Räumen: „Die Landarzt-Quote unseres NRW-Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann ist da ein erster wichtiger Schritt.“

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