Neuigkeiten
17.10.2018, 11:14 Uhr
Zu Besuch im Hospiz veritas
Bianca Winkelmann tauschte sich mit Leitung der Lübbecker Einrichtung aus
Bianca Winkelmann ist ganz ehrlich: "Ein gewisses beklommenes Gefühl hatte ich vor meinem Besuch schon", sagt die Landtagsabgeordnete für den Altkreis Lübbecke, Hille und Petershagen. "Doch die gesamte Atmosphäre und die herzliche Art des Teams um Antje Rohlfing haben mir dieses ungute Gefühl ganz schnell genommen", fügt die Christdemokratin hinzu und bezieht sich damit auf ihren ersten Besuch im Lübbecker Hospiz veritas.

Auf Einladung von Hospizleiterin Antje Rohlfing, Pflegedienstleiter Christian Freitag sowie Bereichsleiter Detlef Siebeking informierte sich Winkelmann über die Arbeit der Einrichtung in Trägerschaft der PariSozial Minden-Lübbecke/Herford. Das Gespräch begann mit einer positiven Nachricht: "Der Kreis Minden-Lübbecke ist, was die Palliativversorgung betrifft, hervorragend aufgestellt", stellte Rohlfing gegenüber Winkelmann klar. Das zu hören freute die Politikerin, da letztlich "jeder in diese Situation kommen kann und dann auf die Versorgung im Palliativnetz oder Hospiz angewiesen ist."

Gäste statt Patienten

Das Hospiz biete Platz für insgesamt zehn Gäste, 170 seien es durchschnittlich pro Jahr, so Freitag. Die Bezeichnung "Gast"möchte der Pflegedienstleiter ausdrücklich betont wissen. "Gemäß unserer ganzheitlichen Haltung gegenüber dem sterbenden Menschen sprechen wir hier nicht von Patienten". Auf Schwierigkeiten für das Hospiz angesprochen, nennt er das "riesengroße Einzugsgebiet" sowie die schwierige Planbarkeit: "Manche Gäste bleiben hier nur wenige Stunden und andere mehrere Monate."

Hilfe durch Ehrenamtler

Die hauptamtlichen Mitarbeiter im Hospiz veritas kämen vor allem aus zwei Bereichen, zum einen aus der Pflege, zum anderen aus der Hauswirtschaft. "Durch das eigene Kochen können wir die persönlichen Wünsche des Einzelnen besser erfüllen. Für viele unserer Gäste bedeutet das ein Stück Lebensqualität", erklärte Rohlfing und verwies als Beispiele auf Bratkartoffeln wie zuhause oder den heiß geliebten Grießbrei. Unbedingt erwähnenswert sei für sie zudem das große Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeitenden: "Ohne sie wäre das Leben im Hospiz um vieles ärmer."

Pflege stärken

"Es freut mich zu sehen und zu hören, wie wir in dem Bereich der Hospiz- und Palliativarbeit in den vergangenen Jahren insgesamt auf allen Ebenen deutlich weitergekommen sind. Das muss sich unbedingt fortsetzen", sagte die Landespolitikerin. Winkelmann verwies in dem Zusammenhang auch auf die Bemühungen des Landesministers für Soziales und Gesundheit, Karl-Josef Laumann, die Pflege unter anderem mit einer eigenen Interessenvertretung zu stärken. Lobende Worte fand Winkelmann außerdem dafür, dass in Minden die PariSozial und Diakonie Stiftung Salem ab kommenden Jahr gemeinsam ein neues Hospiz betreiben werden: "Ich finde es gut, dass hier in diesem so sensiblen Bereich ein Miteinander und kein Gegeneinander gelebt wird"“ Der eher ländlich geprägte Kreis Minden-Lübbecke hat zukünftig also zwei stationäre Hospize, was nach Worten von Rohlfing sehr bemerkenswert sei.

CDU Deutschlands Bianca Winkelmann MdL CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
CDU Nordrhein-Westfalen CDU-Fraktion im Landtag NRW
CDU Minden-Lübbecke Elmar Brok MdEP CDU/CSU-Fraktion im Europäischen Parlament
© CDU Stadtverband Rahden   | Startseite | Impressum | Datenschutz | Kontakt | Realisation: Sharkness Media | 0.13 sec.