Wo Kühe Karussell fahren dürfen

CDU Rahden besucht Milchviehbetrieb der Familie Schmidt

29.08.2020

Eine zahlenmäßig kleine Delegation der Rahdener CDU hat den Milchviehbetrieb der Familie Schmidt in Tonnenheide besucht. Dabei galt es, die Abstandsregeln einzuhalten.

Es ist die Ruhe und die Gelassenheit der Tiere, die den Besuchern als erstes auffällt. Im sich langsam im Kreis drehenden Melkkarussell stehen 38 Kühe völlig entspannt. Und während die Schwarzbunten ihre Runde drehen und dabei gemolken werden, wartet die nächste Gruppe geduldig, selbst in den Stand gehen zu können.

Auch der hohe Hygienestandard und die technische Ausrüstung begeisterten die Gäste auf dem Hof der Familie Schmidt, den Mitglieder der CDU Rahden und interessierte Tonnenheider jetzt besuchen durften. Da coronabedingt die Teilnehmerzahl beschränkt war, musste leider einigen Interessenten abgesagt werden. Für die Rahdener Christdemokraten ist dies aber ein Anlass, solche Veranstaltungen zukünftig verstärkt anzubieten.

Nach einem ausführlichen Rundgang über den Betrieb, auf dem die Familie Schmidt mit zwei Angestellten die Kuhherde und Kälbchen liebevoll versorgt, ging es für die Tonnenheider CDU und ihre Gäste weiter an den Grill, der bereits an der Hochzeitsmühle angeheizt war.

Ortsvorsteher Christian Krüger stellte in seiner Rede klar, wie wichtig die Teilnahme an der Kommunalwahl sei und rief alle auf, ihre Stimme abzugeben – per Briefwahl oder direkt am Wahltag. Er betonte, dass wählen zu können ein großes Gut sei. Wie bedeutend es für eine Ortschaft ist, die richtigen Vertreter im Rat zu haben, wurde in seiner kurzen Ansprache deutlich: „Es ist mir wichtig, allen Generationen in Tonnenheide interessante Lebensperspektiven zu bieten“, sagte Krüger.

„Durch das Ausweisen von neuen Baugebieten soll insbesondere jungen Menschen und Familien die Möglichkeit gegeben werden, dauerhaft in Tonnenheide wohnen und leben zu können und nicht in die Nachbarschaft abwandern zu müssen. Daneben werden wir uns für den Erhalt und die Sicherung der Grundschule und des Kindergartens in Tonnenheide einsetzen, um so ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot für alle Familien zu erhalten“, hieß es in der Rede.

Die Unterstützung und Förderung des Vereinslebens und des Ehrenamtes dürften keine Phrasen im Wahlkampf bleiben. Deshalb stelle die CDU ganz aktuell einen Antrag auf Einrichtung einer Ehrenamtsbörse.

„Das wichtigste Thema für die nächsten Jahre wird für uns darüber hinaus der Ausbau einer Begegnungsstätte sein, von der alle Tonnenheider profitieren können“, sagte der Ortsvorsteher. Um diese wie geplant umsetzten zu können, sei es wichtig, dass die Löschgruppe Tonnenheide ein neues Gerätehaus bekomme, griff Bürgermeister Dr. Bert Honsel den Faden auf.

Denn mit der Fertigstellung des von der Löschgruppe so ersehnten neuen Feuerwehrgerätehauses im Jahr 2021 gebe es eine große Chance für die Entwicklung eines Dorfzentrums für Tonnenheide am Standort des alten Feuerwehrgerätehauses. Hier könne sich der Sportverein räumlich weiter entwickeln und eine Versammlungsstätte für Jung und Alt entstehen. Er stünde diesem Projekt absolut positiv gegenüber, meinte der Bürgermeister weiter.

Auch der Breitbandausbau müsse weiter betrieben werden. Sein Anspruch sei der Anschluss eines jeden Tonnenheider Grundstücks an das Glasfasernetz. Die ersten Planungen für einen Komplettausbau in Rahden habe er schon in Auftrag gegeben, sagte Honsel.

Uli Koors ist nicht nur Kandidat für den Tonnenheider Wahlbezirk Nord, sondern tritt genauso wie Sven Reimers aus Wehe auch für die Kreistagswahl an. Beide betonten, dass Minden weit weg von Rahden liege und es beiden wichtig sei, Kreisthemen wie die Krankenhaussituation, Straßen- und Radwegebau sowie die Themen rund um die Landwirtschaft im Kreishaus zu vertreten.

Die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Bianca Winkelmann ist überzeugt, dass beide Kandidaten sowohl den ländlichen als auch den städtischen Bereich in Rahden gut im Blick haben und eine Bereicherung für die Kreistagsfraktion sein werden.