Werner Kröger wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt

Lebhafte Diskussion mit Bürgermeister Bert Honsel

In Tonnenheide wurden am Freitagabend die Karten auf den Tisch gelegt- und das gleich in doppelter Hinsicht. Denn die Tonnenheider Ortsunion gab nicht nur beim Doppelkopfturnier alles, es entwickelte sich auch eine lebhafte Diskussion, in der Bürgermeister Bert Honsel Rede und Antwort stand und klare Worte fand.

Honsel ist dies von den Tonnenheidern schon gewöhnt. Nur zu gut erinnert er sich an die Jahreshauptversammlung vor einem Jahr zurück, die den Auftakt seines Wahlkampfes bildete „Es war eine tolle Veranstaltung, die mich für den Wahlkampf gestärkt hat. Besonders beeindruckt hat mich, dass auch kritisch nachgefragt wurde und ich so mehr über die Belange der Rahdener erfahren habe“. Rund fünf Monate nach Antritt seiner Amtszeit wurde der Verwaltungsjurist nun erneut vom Ortsunionsvorsitzenden Christian Krüger im Gasthaus Rüter zur Jahreshauptversammlung begrüßt. Ob Asylpolitik, Wirtschaftswegekonzept oder Windenergie - auch diesmal hatten die Tonnenheider jede Menge Fragen. Als größte Herausforderung in den ersten Monaten im Amt benannte Honsel die Flüchtlingsthematik. Für den Haushalt der Stadt Rahden bedeute die Vorfinanzierung der Unterbringung der Flüchtlinge eine zusätzliche Belastung.

Hier sei die Stadt dringend darauf angewiesen, dass das Land NRW wie versprochen gegen Ende des Jahres die Kosten für die tatsächlich zugewiesenen Flüchtlinge an die Kommunen überweist. Honsel konnte jedoch bereits leichte Entlastung vermerken: „Dass die Balkanroute geschlossen ist, spüren wir auch als Stadt“. Außerdem lobte der Rahdener Bürgermeister in diesem Zusammenhang das ehrenamtliche Engagement der Rahdener und die Bereitschaft, zu helfen: „Der Einsatz von derzeit 40 bis 50 „Kümmerern“ aus allen Ortschaften ist unentbehrlich.“ Zum Thema Windenergie erklärte Honsel anschaulich, wieso sich die Stadt in Bezug auf den Abstand zur Wohnbebauung an die vom OVG Münster vorgegebenen 450m halten muss. „Ein größerer Abstand würde uns vor dem OVG angreifbar machen und den angestrebten Ausweis von Vorranggebieten gefährden“, so Honsel.

Darüber hinaus interessierte die Tonnenheider die aktuell anstehende Entscheidung zum Feuerwehrgerätehaus Varl/Sielhorst und die Thematik Wirtschaftswege. Bei allen Fragen die speziell Tonnenheide betrafen, konnte Ortsvorsteher Hermann Schmidt Auskunft geben, während der stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Guido Peitsmeier Näheres zur Innenstadtgestaltung erläutere.

Als wichtiger Tagesordnungspunkt standen am Freitag zudem Vorstandswahlen auf dem Programm, die in diesem Jahr Änderungen mit sich brachten, denn die Beisitzer Heiko Ahrens, Dieter Echmann und Werner Kröger standen nicht mehr zur Wahl. Einstimmig beschlossen die Tonnenheider, dass Christian Krüger erster Vorsitzender, Ulrich Koors Zweiter Vorsitzender und Gernot Bringewat Schriftführer bleiben soll. Als neuer Beisitzer für den Bereich Medien wurde Klaus Schlottmann in den Vorstand gewählt. Christian Krüger bedankte sich für das ihm entgegen gebrachte Vertrauen und kündigte an, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

Sorge bereitet ihm lediglich das Thema politischer Nachwuchs: „Es ist heutzutage schwierig, junge Leute für die Politik zu begeistern“. Dass dies vor gut 40 Jahren noch anders war, daran kann sich Werner Kröger sicherlich noch gut erinnern. Während der Danksagung an die scheidenden Vorstandsmitglieder, lenkte Krüger den Blick auf den mehrfachen Jubilar und überraschte mit einer Verkündung „43 Jahre in der CDU, 40 Jahre Vorstandsarbeit und 10 Jahre Vorsitz der Ortsunion Tonnenheide können nicht unkommentiert bleiben. Wir haben daher beschlossen, Werner Kröger zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen“. Der erste Vorsitzende stellte heraus, dass Kröger durch sein jahrelanges unauffälliges und besonnenes Lenken in der Funktion als Vorsitzender und Mitwirken im Vorstand das politische Leitbild der CDU-Tonnenheide entscheidend geprägt habe. Unter Applaus überreichte er den großen Präsentkorb und betonte: „Ein solcher Einsatz ist nicht selbstverständlich“. Auch Heiko Ahrens und Dieter Echmann erhielten in diesem Rahmen Präsente für ihr Engagement im Vorstand. Während am Ende des Abends auch noch Werner Kröger als Sieger des Doppelkopfturniers hervorging, haben alle Tonnenheider Ortsunionsmitglieder einen informativen und geselligen Abend mit umfangreicher politischer Diskussion hinzu gewonnen.

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