CDU Rahden ehrt langjährige Mitglieder

Bürgermeister Honsel und Friedhelm Ortgies MdL beziehen Stellung

Zu ihrem Neujahrsempfang hatte die CDU Rahden jetzt ins Gasthaus Buschendorf eingeladen. Und neben der Geselligkeit und dem Austausch zu aktuelle politischen Themen gab es noch einen besonderen Grund zur Freude. 17 Mitglieder gehören der CDU seit 40 bzw 25 Jahren an.

Dieses besondere Jubiläum nahm der Stadtverband zum Anlass ihren Mitgliedern für die langjährige Treue und Verbundenheit zu danken. "Ihr seid das wesentliche Fundament unserer erfolgreichen Parteigeschichte. Wir sind stolz auf langjährige Mitglieder wie euch, auf deren Rat und Tatkraft wir auch künftig angewiesen sind" brachte es die Vorsitzende der Rahdener Christdemokraten Bianca Winkelmann auf den Punkt.

Nur durch so engagierte Mitglieder die als Motor, Ideengeber, Unterstützer und Multiplikatoren unserer politischen Arbeit da sind, ist es uns möglich auch hier vor Ort erfolgreich zu arbeiten, ist Winkelmann überzeugt.

Neben den Ehrungen bewegten vor allem die aktuellen Ereignisse die politisch interessierten Teilnehmer. So kam Winkelmann in ihrem Jahresrückblick zum einen nochmals auf die Bürgermeisterwahl, aber auch auf die jüngsten Ausschreitungen u.a. in Köln zu sprechen."Wer sich als Gast in unserem Land aufhält, der muss sich nunmal auch an unserer Regeln und Gesetze halten. Sonst verwirkt er unsere Gastfreundschaft" gab Winkelmann die Meinung vieler wieder. Dass das Geschehen auch an Bürgermeister Dr. Bert Honsel nicht spurlos vorbeigegangen sind, war für alle zu spüren. Bert Honsel bedankte sich zunächst einmal bei den anwesenden Parteimitgliedern für deren Einsatz beim Bürgermeisterwahlkampf im letzten Jahr und schilderte dann seine ersten Eindrücke und Tätigkeiten im neuen Amt. Insbesondere hob er seine konstruktiven Gespräche mit allen Fraktionsvorsitzenden und den Inhabern der von ihm und Fachamtsleiter Dieter Drunagel bis jetzt besuchten Firmen in Rahden hervor.

Schwerpunktthema waren für Honsel aber an diesem Nachmittag die Silvesterereignisse in Köln, Hamburg und auch in Bielefeld. Honsel zeigte sich schockiert über die sexuell motivierten Übergriffe von hunderten ausländischer Männer aus dem nordafrikanischen und arabischen Raum auf die ahnungslosen Mädchen und Frauen. Deutschland müsse zwingend aus diesen Ereignissen Konsequenzen ziehen und sowohl das Ausländerrecht deutlich verschärfen als auch die Zahl der Polizisten und Ordnungskräfte in den Ausländerbehörden erheblich erhöhen, so Honsel weiter. Ein Ziel müsse sein, dass kein Ausländer ohne geklärte Identität den Schengen-Raum und damit auch nicht Deutschland betreten bzw. sich dort aufhalten dürfe, machte das Rahdener Stadtoberhaupt deutlich. Friedhelm Ortgies, als langjähriges Mitglied des Landtages, zeigte sich ebenfalls tief betroffen angesichts der Ereignisse in der Silvesternacht. "Auch wenn es in Rahden nach heutigen Erkenntnissen keine Probleme mit den Flüchtlingen gibt, wird es nach den Kölner Ereignissen eine Zäsur in der öffentlichen Meinung geben. Darüber hinaus denke ich auch an die vielen Ehrenamtlichen, die sich dankenswerter Weise in der Flüchtlingshilfe engagieren. Wie müssen diese sich fühlen, angesichts der Vorkommnisse in Köln, Hamburg und Bielefeld?" Und Ortgies wurde noch deutlicher. "Wir haben es hier nicht mit einem Problem der bedauernswerten Polizisten vor Ort zu tun, sondern der Führung. Angefangen beim Polizeipräsidenten von Köln bis hin zum Innenminister Jäger in Düsseldorf. Erst trimmt die Landesregierung die Polizei und Behörden, bestimmte Bevölkerungsgruppen bei Fehlverhalten nicht zu benennen und nun schiebt er alle Schuld auf die Polizei von Köln: das ist unsäglich und widerlich". Die CDU Landtagsfraktion habe schon lange sogenannte Bodycams für die Polizei gefordert, um Straftäter besser identifizieren zu können. Außerdem bestehe er auf eine Ausweispflicht für Flüchtlinge. Und wer seinen Ausweis verloren hat, sollte schon an der Grenze festgesetzt werden, bis er neu registriert ist, forderte Ortgies. Seine Kritik richtete sich aber auch an das Verhalten der Medien. „Wenn schon öffentlich-rechtliche Sender offensichtlich nach dem Motto „nichts hören, nichts sehen, nichts sagen“ verfahren, dann verwundert es nicht, wenn Menschen in die Hasskanäle von Facebook, Twitter und Co getrieben werden und u.a. die Pegida immer mehr Zuwachs bekommt, entrüstete er sich. Bund und Land sind nun gefordert, die innere Sicherheit in Deutschland auch dauerhaft zu sichern. Und wenn das jemand schaffen kann, dann eine Regierung unter der Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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