Bürgermeister will Neubeginn

Dr. Bert Honsel im Rat vereidigt - Fraktionen setzen auf Zusammenarbeit

Dr. Bert Honsel (links) und sein Stellvertreter Wilhelm Kopmann (rechts)
Dr. Bert Honsel (links) und sein Stellvertreter Wilhelm Kopmann (rechts)
Der neue Bürgermeister der Stadt Rahden, Dr. Bert Honsel, ist jetzt auch ganz offiziell in sein Amt eingeführt worden. Am 29.10.2015 hat ihn sein Stellvertreter Wilhelm Kopmann während der Ratssitzung vereidigt.

Bert Honsel nahm diesen Anlass zur Gelegenheit, seine Ziele vorzustellen. Und eines davon ist ein Neubeginn. Er appellierte an die Fraktionen und bat sie um eine gute Zusammenarbeit: "Der Stadtrat ist ein kommunales Organ mit klar definierten Aufgaben«, betonte Honsel. Es sei kein Parlament, sondern Teil der Verwaltung. »Es gibt weder Regierung noch Opposition, sondern nur die gemeinsame Aufgabe, die Entwicklung der Stadt bestmöglichst zu fördern."

Für Dr. Honsel steht fest, dass sowohl für den Bürgermeister als auch den Stadtrat die Sache im Vordergrund stehen muss, nicht aber die persönliche Profilierung. Erwünscht sei natürlich das Aufzeigen alternativer Standpunkte.

Er machte klar, wie wichtig für eine Kommune die Bereitschaft zum Kompromiss sei. Das Einnehmen einer Kontraposition nur aus Gründen der Opposition oder das Betreiben einer Verhinderungspolitik, kritisierte der neue Bürgermeister. Und Bert Honsel versprach: "Alle Fraktionen werden von mir gleich behandelt, die Informationen sachlich umfassend und nicht zeitkritisch weitergegeben. Ich werde ein fairer Partner sein, der sich um möglichst breite Mehrheiten bemühen will."

Als sein klares Ziel definierte er, die Gemeinsamkeit in den großen Fragen der Stadtpolitik zu erreichen. Dabei müssten Schwerpunkte und Prioritäten gesetzt werden. Das Motto wird heißen "Gestalten trotz Sparens".

Nicht nur den Fraktionen machte Dr. Honsel das Angebot fairer Zusammenarbeit, sondern er sprach auch sein Verhältnis zu den Bürgern an. Er möchte größtmögliche Bürgernähe praktizieren und ein überparteilicher, unabhängiger Bürgermeister sein. Eingangs seiner kurzen Rede hatte Honsel betont, welch besonderes Ereignis es für ihn darstelle zum Stadtoberhaupt seiner Heimatgemeinde gewählt worden zu sein. Dafür bedankte er sich noch einmal bei den Wählern für ihr Vertrauen. Sein Dank galt aber auch seiner Familie, die ihn im Wahlkampf unterstützt habe. Und ganz besonders wolle er seinem Amtsvorgänger Bernd Hachmann danken: "Er hat mir ein gut bestelltes Feld überlassen." Auch zeigte sich Honsel sehr froh über sein Mitarbeiterteam: "Ich habe in den ersten sieben Tagen bereits mit allen Amtsleitern und den meisten Mitarbeitern gesprochen." Er freue sich auf die Zusammenarbeit.

FWG-Ratsherr Dieter Sprado, der als Ältester im Gremium das Wort ergriff, knüpfte an die Ausführungen Honsels an. Auch der Rat hoffe auf einen Neuanfang. Die Probleme der Vergangenheit sollten vergessen werden. "Wir müssen vor schwierigen Abstimmungen miteinander reden, mehr damit es im Rat kein Hauen und Stechen gibt." Dr. Honsel betonte, dass bereits ein Anfang gemacht sei, da er mit den Fraktionschefs Gespräche geführt habe. "Das habe ich am Wahlabend versprochen und wahr gemacht."

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